Über Malte

Malte Spitz ist seit 2013 Mitglied im Parteirat von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Zuvor war er sieben Jahre Mitglied im sechsköpfigen Bundesvorstand von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Zudem ist er Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft Medien und Netzpolitik. Er ist Mitglied der Grünen Partei seit 2001. Im Oktober 2014 erschien bei Hoffmann und Campe sein Buch „Was macht ihr mit meinen Daten?“. Malte Spitz ist verheiratet und lebt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in Berlin. Er studiert Teilzeit Politik- und Verwaltungswissenschaften an der Fernuniversität Hagen, zuvor hat er Volkswirtschaftslehre an der Humboldt-Universität Berlin studiert ohne dieses Studium abzuschließen.

Am 14.April 1984 wurde Malte Spitz in Telgte, Nordrhein-Westfalen geboren. Nach seinem Realschulabschluss im Jahr 2000 verbrachte er ein Jahr als Austauschschüler an der High School in Tomball, Texas. Das Jahr in den USA prägte Malte Spitz und trug mit zu seiner Politisierung bei. Politisch aktiv war er jedoch schon vorher: Noch als Schüler half er seiner Mutter, die seit den 80er Jahren bei den Grünen aktiv ist, Zeitungen zu verteilen und Plakate aufzuhängen. In seiner Realschule war Malte Spitz Klassen- und Schülersprecher. Beim Schülerwettbewerb „Politische Bildung“ wurde er während seiner Schulzeit Bundespreisträger und außerdem gemeinsam mit einem Freund Bundespreisträger „Deutsche Geschichte“. Den Fünften Preis beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten erhielt er 1999 für eine Dokumentation über die zivilgesellschaftlichen Proteste im späten 19. Jahrhundert gegen den Antisemitismus in Telgte und dem Münsterland.

Nach seinem Auslandsjahr besuchte er das Collegium Johanneum Schloss Loburg, um sein Abitur zu machen. Zeitgleich arbeitete Malte Spitz als freier Journalist. So baute er das Jugendmagazin der Bundesregierung www.schekker.de mit auf und arbeitete darüber hinaus auch für andere Lokalzeitungen und Onlineportale. Dabei war er vor allem für die Bereiche Kultur, Medien und Politik verantwortlich.

Seine politische Arbeit begann Malte Spitz 2001 in Münster. 2002 war er für die Online-Redaktion der Grünen Jugend verantwortlich und später auch Mitglied der Zeitungsredaktion SPUNK, die er ein Jahr lang koordinierte. Ende 2002 gründete er zudem das Fachforum Wirtschaft der Grünen Jugend und wurde bei den Bundesarbeitsgemeinschaften Wirtschaft und Finanzen, Arbeit, Soziales und Gesundheit sowie Kultur von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN aktiv. 2003 zog Malte Spitz dann zum Studium nach Berlin und wurde im gleichen Jahr als Beisitzer in den Bundesvorstand der Grünen Jugend gewählt.

Während der Schlussphase zum Europawahlkampf 2004 wurde er Politischer Geschäftsführer der Grünen Jugend und bekleidete das Amt bis zum November 2006. In dieser Zeit wurden etliche Strukturänderungen bei der Grünen Jugend umgesetzt und es konnte ein jährlicher Mitgliederzuwachs zwischen 10 und 20 Prozent erreicht werden. Er war zudem in dem Jahr Mitglied im Wahlkampfstab der Partei. Im Bundestagswahlkampf 2005 konnten unter seiner Leitung zahlreiche neue Ideen und Aktionskonzepte umgesetzt werden. Darüber hinaus war er Mitglied in der Nachwuchspolitischen Kommission und der Demografie-Kommission der Partei, die beide vom Grünen Bundesvorstand eingesetzt wurden. Zudem hat er 2004 und 2005 als Mitglied der AG Bürgerversicherung die Grundlinien grüner Gesundheitspolitik mitentwickelt.

Aktuell beschäftigt sich Malte Spitz besonders intensiv mit den Bereichen Netzpolitik und Medien, Bürgerrechte und Datenschutz, Demokratie und Europa. Er war zudem jahrelang Internationaler Koordinator von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und damit verantwortlich für die Zusammenarbeit mit Grünen Parteien weltweit, wie auch für die Koordination mit der Europäischen Grünen Partei (EGP) und dem Zusammenschluss grüner Parteien und Bewegungen weltweit, den Global Greens. Darüber hinaus versucht er auch außerhalb der Partei Kontakte zu verschiedenen Bündnissen und Initiativen zu knüpfen. Im Bereich Netzpolitik arbeitete er von 2004 bis 2006 beim Aufbau der Fairsharing-Kampagne mit, die sich für die Kulturflatrate als neue Vergütungsform für UrheberInnen im digitalen Zeitalter einsetzt. Zudem wirkt er am Aufbau und an etlichen Kampagnen des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung (AK Vorrat) wie auch bei der Durchführung der Demonstrationen „Freiheit statt Angst“ in Berlin mit. Er hat mit PolitikerInnen aller Parteien im Frühjahr 2010 die Gruppe „Facebook – Privacy Control NOW!“ gegründet, um auf zunehmende Einschnitte in den Datenschutz durch das Soziale Netzwerk hinzuweisen. Die Informationsseite erreichte schlagartig ein hohes Interesse und erreichte in wenigen Tagen über 75.000 UnterstützerInnen. Im selben Jahr hat er mit dem SPD-Politiker Björn Böhning die Kampagne „Pro Netzneutralität“ losgetreten, um auf die Versuche der Einschränkung der Netzneutralität hinzuweisen.

Malte Spitz ist seit 2007 Mitglied im Chaos Computer Club, wie auch im Verein Erinnerung und Mahnung, den er 2001 in Telgte mitbegründet hat. Weiterhin ist er Mitglied im Freundeskreis Telgte-Tomball und im Verein Freunde des Münsterlandes sowie bei Borussia Dortmund. 2007 war er Sprecher des DNK (Deutsches Nationalkomitee für Internationale Jugendarbeit), einem Zusammenschluss verschiedener Jugendringe.

2009 hat Malte Spitz die Deutsche Telekom auf Herausgabe seiner Telekommunikationsverkehrsdaten, die im Rahmen der Vorratsdatenspeicherung gespeichert wurden, verklagt und 2010 sich außergerichtlich auf die Herausgabe geeinigt. Diese Daten hat er 2011 gemeinsam mit Zeit Online in einer interaktiven Grafik veröffentlicht, die von der Firma Open DataCity erstellt wurde. Die Veröffentlichung seiner Daten führte zu einem weltweiten Interesse und erschien unter anderem auf der Titelseite der New York Times im März 2011. 2012 wurde Malte Spitz der erste deutsche Politiker, der bei TED Global sprechen durfte. Er trug über den Kampf für informationelle Selbstbestimmung im digitalen Zeitalter vor und seine Rede wurde mittlerweile in über 25 Sprachen übersetzt und eine Millionen Mal angeschaut.